5 Ways Meditation Makes Us Better at Yoga
Beruhigen wir uns. Alles ist in Bewegung. Immer. Ob in guten wie in schlechten Zeiten.
Es gibt allerdings Tage, da ist es in einem selbst nicht ruhig. Wir kennen es vermutlich alle, wenn wir uns innerlich getrieben fühlen. Wobei sich dieser Zustand bei jedem Menschen individuell äußert. Dabei ist innere Unruhe per se nichts Schlechtes. Sie ist ein Zustand, eine Tagesform, eine spezielle Energie „Es liegt etwas in der Luft“. Wir spüren es. Die Ursachen für innere Unruhe sind unterschiedlich und es sollte genau unterschieden werden, ob wir innerlich unruhig sind, weil wichtige Ereignisse bevorstehen auf die wir uns freuen, ob es sich um ein vorrübergehendes Getriebensein handelt oder ob die innere Unruhe seit längerer Zeit unser Grundzustand ist.
Sind wir innerlich unruhig ohne auf den ersten Blick einen bewussten Grund hierfür zu erkennen, fühlt sich das nicht gerade entspannt an. Machen wir uns auf die Suche nach den möglichen Ursachen: Ernähren wir uns ausgewogen oder trinken wir 4 Liter Kaffee am Tag? Sind wir körperlich gesund? Ist unsere Biochemie in Balance? Nehme ich Medikamente ein, bei welchen innere Unruhe eine Nebenwirkung ist? In welcher Zyklusphase befinde ich mich (Frauen)? Wie viel Verantwortung trage ich? Befinde ich mich in einer Lage, die so schnell nicht zu ändern ist und ich „aushalten“ muss, weil sich die Umstände noch im Prozess befinden? Oder bin ich laufend angetriggert und mein vegetatives Nervensystem kommt deshalb nicht zur Ruhe? Langanhaltende innere Unruhe ist oftmals ein Zeichen von Überforderung, Stress, Ungleichwicht und ungelösten Themen.
Eine ganzheitliche Betrachtungsweise eines Zustandes wie innere Unruhe bedeutet, sich selbst gegenüber achtsam zu sein. Wir können dann unseren Zustand verändern, wenn wir uns darüber bewusst sind, was im Jetzt passiert und was dazu geführt hat. Da wir mit Allem verbunden sind kann es auch sein, die uns umgebende Energie, unser Umfeld, ist unruhig und wir gehen damit in Resonanz. Ergo sind wir auch aufmerksam gegenüber dem was uns umgibt, wenn wir den Zustand der inneren Unruhe verändern möchten.
Entscheidend ist am Ende, wie finde ich wieder zu innerer Ruhe und Gelassenheit zurück? Es heißt nicht umsonst: in der Ruhe liegt die Kraft. Aus der inneren Ruhe heraus handeln und sprechen wir bedachter. Sind zufriedener und weniger impulsiv. Wobei auch die Impulsivität nichts Negatives sein muss. Denken wir nur mal an Musik oder Sex. Ohne Impulsivität, DIESE Impulsivität, würde etwas fehlen. Das Feuer. Impulsivität die aus einer inneren Unruhe heraus entsteht kann verletzend sein. Unbedachte Worte, ein harscher Ton, Ungerechtigkeit, Härte, latente Aggressionen, … Innere Unruhe kann auch zu weiteren Störungen führen wie Ängste, Grübelzwang, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen,… die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen.
Manchmal braucht es eine gewisse Zeit bis wir uns darüber bewusst sind, ob unsere innere Unruhe bereits ein Dauerzustand ist oder wir uns vorrübergehend unruhig und getrieben fühlen. Es gibt Tage da spüren wir bereits beim Aufstehen, dass unser Grundzustand unruhig oder angespannt ist und oftmals kennen wir für die vorrübergehende Unruhe die Gründe. Der Zustand ist absehbar und einzuordnen.
Doch irgendwann wird es eben für uns selbst und unsere Mitmenschen anstrengend, wenn innere Unruhe ein Dauerzustand wird. Sich selbst beruhigen zu können ist Selbststeuerung. Wir können dadurch unnötige Konflikte mit unseren Mitmenschen verhindern und sind selbst den eigenen inneren Antreibern und Mustern weniger „ausgeliefert“. Sofern wir das wollen. Unser Wille bestimmt, in welche Richtung es geht und ob wir bereit sind, auch Unterstützung von außen anzunehmen, um wieder in unsere Balance zu finden. Unterstützung von außen ist allerdings nicht mit selbstzerstörerischem Verhalten zu verwechseln. Übermäßiger Substanzmittelkonsum oder die Flucht in eine virtuelle Welt kann auch als Unterstützung von außen empfunden werden. Süchte jeglicher Art fordern ihren Tribut. Sicher ist, dass uns diese Art von Unterstützung auf die Dauer die Kontrolle über unser Leben nimmt und uns mehr betäubt als vorwärts bringt.
Innerlich ruhig sind wir, wenn wir uns geborgen fühlen. Für unsere Gesundheit ist es wichtig, in uns selbst einen Ort zu haben an den wir uns zurückziehen können und uns geborgen fühlen. Denn es ist nicht immer jemand da der uns in den Arm nehmen kann und uns Geborgenheit schenkt.
Einen Ort der Geborgenheit in einem selbst zu schaffen ist möglich. Wir können Wege kreieren, um immer wieder zu diesem inneren Ort der Geborgenheit – unserem saferoom – zurückzukehren. Wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit dort sind kann sich unser Nervensystem beruhigen. Wenn wir uns selbst Geborgenheit geben und uns somit beruhigen können, sind wir weniger abhängig von den uns umgebenden Faktoren. Nach einer gewissen Zeit des Rückzugs und des Krafttankens können wir uns wieder aktiv unserem Leben und den Herausforderungen zuwenden.
Sich selbstwirksam beruhigen zu können ist eine Frage der Übung. Wege kreieren sich nicht von selbst. Gehen wir einmal durch ein unwägbares Dickicht, so entsteht noch lange kein gangbarer Weg, den wir immer wieder betreten können. Damit ein verlässlicher Weg entsteht, benötigt es Wiederholungen. Wir müssen den Weg immer wieder gehen damit er sichtbar wird und in unserer Erinnerung und in unserem Körper bei Bedarf abgerufen werden kann und wir unseren saferoom – unseren Ort der inneren Geborgenheit – finden und betreten können. Durch Wiederholungen erschaffen wir unsere Welt. Seine Welt zu erschaffen – manifestieren – bedeutet, die Dinge auf den Boden zu bringen. Einen Ort der Ruhe und Geborgenheit in uns zu manifestieren bedeutet, ihn regelmäßig aufzusuchen und zu pflegen, so dass wir ihn auch bei tiefster Dunkelheit und Verzweiflung trittsicher wiederfinden.